Freitag, 24. Mai 2019

Betreuung außerhalb der Unterrichtszeiten an der Friedrich-Ebert-Grundschule wird teurer

Gebührensätze steigen um etwa 12 Prozent

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Ilvesheim, 31. Juli 2014. (red/ms) Für das kommende Schuljahr werden die Gebühren für Kinderbetreuung an der Friedrich-Ebert-Grundschule außerhalb der Unterrichtszeiten erhoben. Die Kosten steigen um etwa 12 Prozent. Dies ist nach Ansicht des Gemeinderats notwendig, um das freiwillige Angebot fortführen zu können.

Von Minh Schredle

Seit dem September 1991 gibt es an der Friedrich-Ebert-Grundschule eine Kinderbetreuung außerhalb der Unterrichtszeiten. Diese wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut. Inzwischen gibt es zwei verschiedene Angebote: Eine Vormittagsbetreuung zwischen 07:30 Uhr und 14:00 Uhr und eine so genannte „flexible Nachmittagsbetreuung“, die immer ab 14:00 Uhr beginnt und wahlweise um 15:00 Uhr, 16:00 Uhr oder 17:00 Uhr endet.

Beiträge abhängig vom Einkommen und der Anzahl der Kinder

Die Gebührenbeiträge sind nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt. Es gibt vier Verdienstklassen: Familien mit einem Einkommen von mehr als 39.000 Euro im Jahr zahlen 100 Prozent, Familien mit einem Einkommen zwischen 30.000 und 39.000 Euro 70 Prozent, Familien mit einem Einkommen zwischen 21.000 Euro und 30.000 Euro zahlen 30 Prozent und Familien mit einem Einkommen unter 21.000 Euro dagegen nur 20 Prozent.

Außerdem sinken die Gebühren mit der Anzahl der Kinder unter 18 Jahren, die im Haushalt leben. Wie sich das auf die Beiträge auswirkt, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

 

Gebühren_prozentual

 

Die Ausgaben sind höher als die Einnahmen. Zwischen 2010 und 2013 entstanden für die Gemeinde jährliche Defizite zwischen gut 36.000 Euro und knapp 90.000 Euro. Nur etwa zwei Drittel der Kosten werden gedeckt.

Mit steigender Nachfrage steigt also das Defizit. Im vergangenen Schuljahr wurde das Angebot von 184 Kindern beansprucht. Für das kommende Schuljahr wurde für 359 Kinder ein Interesse an der Betreuung bekundet. Erfahrungsgemäß werden sich etwa fünf Prozent weniger, also „nur“ 341 Kinder, auch tatsächlich anmelden. Dennoch ist der Zuwachs beachtlich.

Einstimmige Entscheidung

Für eine Betreuung außerhalb der Unterrichtszeiten besteht für die Gemeinde keinerlei Verpflichtung. Es ist ein freiwilliges Angebot. Für den Gemeinderat ist klar, dass man die Betreuung auch weiterhin anbieten will. Dagegen gab es aus keiner Fraktion Proteste. Allerdings erachtete man es für nötig, die Gebührensätze „anzupassen“: Einstimmig wurde beschlossen, die Beiträge um etwa 12 Prozent zu erhöhen.

Das Mittagessen ist darin noch nicht enthalten – es kostet monatlich zusätliche 65 Euro. Nur für einzelne Tage eine Verpflegung zu beanspruchen ist nicht möglich, da dies laut Bürgermeister Andreas Metz zu einem „zu hohen Verwaltungsaufwand“ führen würde. Es besteht keine Verpflichtung, am Mittagessen teilzunehmen. Allerdings ist es von Seiten der Verwaltung „erwünscht“ – an jedem Mittagessen verdient die Gemeinde 52 Cent. Mit diesen Einnahmen können zumindest zum Teil die Gehälter des Personals finanziert werden.

Die Erhöhung der Beiträge tritt zu Beginn des kommenden Schuljahres, am 01. September 2014, in Kraft. Die neuen Gebührensätze im Detail finden Sie in der folgenden Tabelle.

 

Gebührensatzung

 

 

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.