Dienstag, 21. Mai 2019

Aktuelle Interimslösung bis zum Neubau des Sperrtors fĂŒr Ladenburg und Ilvesheim

Schutz vor Hochwasser bald wieder bei 100 Prozent

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Der BĂŒrgermeister von Ilvesheim, Andreas Metz, im GesprĂ€ch mit dem Baudirektor Jörg Huber und GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (Stadt Ladenburg).

 

Ilvesheim/Ladenburg, 25. Oktober 2013. (red/aw) Die Gemeinde Ilvesheim, die Stadt Ladenburg und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Heidelberg informierten heute ĂŒber den aktuellen Stand des Hochwasserschutzes in Ladenburg und Ilvesheim. Derzeit laufen die kurzfristig anberaumten Sanierungsmaßnahmen, um die Sicherheit der Bevölkerung bis zum Neubau des Hochwassersperrtores zu garantieren. Bei einer Inspektion im April 2013 stellte das WSA fest, dass akuter Handlungsbedarf bestĂŒnde, da die Stahlkonstruktion der Korrosion schneller und stĂ€rker zum Opfer fiel als ursprĂŒnglich erwartet. Auf den Neubau, der spĂ€testens im Jahr 2017 fertig gestellt sein soll, kann nicht mehr gewartet werden. Dies verdeutlichte auch das Hochwasser im Mai diesen Jahres. Die Sanierungsarbeiten sollen im Mitte Dezember fertig sein, das Hochwassersperrtor dann wieder volle Sicherheit garantieren.  [Weiterlesen…]

Großeinsatz in Ladenburg

90-jÀhrige Frau nach Rettung verstorben

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Was gibt es da zu glotzen?

 

Ladenburg/Heddesheim/Ilvesheim, 30. Juli 2013. (red) Die 90-jĂ€hrige Heddesheimerin, die heute vormittag von der Feuerwehr in Ladenburg aus dem Neckar gerettet worden war, ist im Krankenhaus verstorben. Die Polizei geht von einer verzweifelten Lage aus, in der sich die Person befunden hat. [Weiterlesen…]

UnglĂŒck oder Suizidversuch?

Frau aus Neckar gerettet

Ladenburg/Heddesheim, 30. Juli 2013. (red) Gegen 10:30 Uhr wurde heute eine Frau auf Höhe des Carl-Benz-Museums aus dem Neckar gerettet. Nach ersten Informationen wurden flussaufwĂ€rts ein Rollator und Ausweisdokumente gefunden. Danach soll es sich um eine 90-jĂ€hrige Frau handeln, die in Heddesheim lebt. Weshalb die Frau im Wasser war, ist unklar. Vor Ort waren die Feuerwehren Ladenburg und Ilvesheim im Einsatz. Ebenso die Wasserschutzpolizei. Möglicherweise könnte es sich um einen Selbsttötungsversuch handeln – wir berichten nach, sobald uns genauere Informationen vorliegen. [Weiterlesen…]

Knapp 80.000 Menschen beim Aktionstag "Lebendiger Neckar"

Mit dem Rad am Fluss entlang

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Gut 700 Sonntagsausflügler hatte Rolf Sauer vom Angelsportverein Ilvesheim am Sonntag nachmittag gezählt. Bis zum Abend waren es da noch einige Stunden. Im Vereinshaus am Festplatz konnten sich die Besucher ausruhen, und sich bei Fischbrötchen und Sekt für die nächste Etappe stärken.

 

Rhein-Neckar, 19. Juni 2013. (red/ld) Der Aktionstag „Lebendiger Neckar“ und der AOK-Radsonntag zogen am vergangenen Sonntag zwischen 70.000 und 80.000 Menschen an den Neckar zwischen Ilvesheim und Eberbach, schätzen die Veranstalter. Mehr habe es nur vor fünf Jahren gegeben, als man auf fast 100.000 Besucher kam. Mannheim nahm in diesem Jahr erstmalig nicht teil. Durch die Organisation des Turnfests seien die Vereine ausgelastet gewesen. [Weiterlesen…]

Hinweis: Reportage zur Personensuche heute Nacht

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Suchaktion in der Nacht, hier an der FĂ€hrstelle Edingen-Neckarhausen.

 

Rhein-Neckar, 03. Juni 2013. (red) Unsere Reportage zur verzweifelten Suche nach einer Person im Neckar lesen Sie auf dem Rheinneckarblog. In der Nacht waren ĂŒber 100 Personen, darunter RettungskrĂ€fte aus Edingen-Neckarhausen, Ilvesheim, Ladenburg, Heddesheim, Mannheim und Heidelberg an der Suche beteiligt. [Weiterlesen…]

Geprothmannt: Von "Schau mal die Rehe" ĂŒber "Hey, das ist mein Auto" bis zu "Das war ein tolles GefĂŒhl"

Hochwasser: Wenn die Schaulust den Verstand wegspĂŒlt

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Ist das nur „romantisch“ oder einfach nur dumm? Ein Mensch watet bei Sonnenuntergang durchs Hochwasser am Stephanienufer und wird hinterher sagen: „Das war ein tolles GefĂŒhl.“

 

Rhein-Neckar, 03. Juni 2013. (red) Das Hochwasser ist das Thema aktuell. Vor allem in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg hat das Wasser enorme SchĂ€den angerichtet. UnzĂ€hlige ehrenamtliche Helfer setzen sich ein, um anderen Menschen zu helfen. Die beste erste Hilfe jedoch wĂ€re, wenn man sich des eigenen Verstandes bemĂŒhte. [Weiterlesen…]

Feuerwehren der Region stark gefordert

Hochwasser und Rutschungen sorgen fĂŒr Dutzende von EinsĂ€tzen

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Pumpen, was die Pumpen hergeben – in Dossenheim war ein BĂŒrogebĂ€ude unter Wasser, in Weinheim weicht der Weschnitzdamm auf, in Schriesheim und Hirschberg gabe es Erdrutsche – voller Einsatz fĂŒr die Feuerwehren, das THW und teils auch RettungskrĂ€fte.

 

Weinheim/Schriesheim/Hirschberg/Heidelberg, 31. Mai 2013. (red) Die Landesstraße L536 zwischen Schriesheim und Wilhemsfeld ist ebenso wie die L596 Hirschberg in Richtung Altenbach/Ursenbach nach Erdrutschen gesperrt. In Heidelberg geht die Polizei davon aus, dass die Neckarstraße wegen Hochwasser des Neckar im Bereich Alte BrĂŒcke in KĂŒrze gesperrt wird. Entlang der Bergstraße gabe es in fast allen Gemeinden EinsĂ€tze wegen des anhaltenden Regens, der zu Hochwasser, Erdrutschen und umgestĂŒrzten BĂ€umen fĂŒhrt. [Weiterlesen…]

Der Ballungsraum Rhein-Neckar: Ungeahnt idyllisch und voller guter Hobbyfotografen

Landesweiter Fotowettbewerb: Metropolregion vier Mal in den Top 10

Stuttgart/Mannheim/Ilvesheim/Rhein-Neckar, 18. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 30. Januar 2013 stehen die Gewinner des Fotowettbewerbs der BW-Stiftung fest. “Was macht Baden-WĂŒrttemberg lebenswert“ fragte die Stiftung Fotografen aus dem ganzen Bundesland und bekam 45 fotografische Antworten. Mit einem sehr schönen Foto verfehlte Ilvesheim das Podium nur knapp. Der erste Platz ging  nach Stuttgart.
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Schwerpunkte in Heidelberg, Ladenburg, NeckargemĂŒnd und Hirschhorn

Schleusen und Wehre am Neckar werden 2013 repariert

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer - Foto von Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg.

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 09. Januar 2013. (red/pm) FĂŒnf Schleusen und sieben Wehre werden 2013 am Neckar repariert. Die Planungen fĂŒr die Unterhaltung der Wasserstraße Neckar sind abgeschlossen, die Kosten werden auf rund vier Millionen Euro kalkuliert. Die  öffentlichen Ausschreibungen werden vorbereitet.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg:

„Der Chefplaner des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jochen Bode, spricht von einem ambitionierten Programm fĂŒr das Jahr 2013. An insgesamt 5 Wehren und 7 Schleusenkammern haben wir dieses Jahr Unterhaltungsmaßnahmen geplant. Derzeit sind die Ingenieure dabei, die Ausschreibung fĂŒr die Wehrinstandsetzungsmaßnahmen zu erstellen und die Beschaffungen fĂŒr die Schleusen vorzubereiten. Wir kalkulieren die Kosten auf rund 4 Millionen. Euro.

Stauanlagen sind Grundlage fĂŒr Schifffahrt und Energiegewinnung

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg hat am unteren Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn 12 große Stauanlagen mit insgesamt 25 großen Schleusenkammern und 40 WehrverschlĂŒssen zu unterhalten. Die Stauanlagen sind die Grundvoraussetzung fĂŒr die Schifffahrt und Energiegewinnung durch Wasserkraftnutzung.

Die Anlagen haben ein Alter von rund 80 Jahren

erlĂ€utert Bode. „Dies ist zugleich auch unsere große Herausforderung. Durch unsere Unterhaltungsprogramme ist es jedoch gelungen, dass am unteren Neckar bislang auf Grund von Anlagenversagen noch keine lĂ€ngerfristige Schifffahrtssperre eingetreten ist. Dies hĂ€tte mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die AttraktivitĂ€t der Wasserstraße gehabt.“

Ein Schwerpunkt 2013 liegt auf Wehranlage in Ladenburg

Schwerpunkte 2013 liegen an den Wehranlagen in Ladenburg und Heilbronn, wo jeweils ein Wehrverschlusskörper einer Stahlbauinstandsetzung unterzogen wird. Im Rahmen des systematischen Wehrreparaturprogramms des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg wird jeder Wehrverschluss alle 15 bis 20 Jahre von Grund auf instandgesetzt. „Durch die Praxis bestĂ€tigt sich dieser Turnus“ erlĂ€utert Projektingenieur Siamak Akhvanpour:

Nach einem 20 jĂ€hrigen Betrieb mĂŒssen bei einer Wehrwalze mit einem Gewicht von 100 Tonnen rund 10 Tonnen an tragendem Stahl ausgebaut und erneuert werden. Die Maßnahmen werden als Bauleistung öffentlich ausgeschrieben und vergeben. Dazu kommen noch kleinere Maßnahmen an den Wehren in Wieblingen und NeckargemĂŒnd.

Jochen Bode erlÀutert zum Schleusenreparaturprogramm:

Das Schleusenreparaturprogramm wird seit den 1970er Jahren jĂ€hrlich auf Grundlage der gemeldeten BauwerksmĂ€ngel bei BauwerksprĂŒfung, BauwerksĂŒberwachung und Bauwerksbesichtigung erstellt. Dabei geht es neben der Beseitigung von SchĂ€den an den Torkonstruktionen um den Austausch von Verschleißteilen an den Schleusentoren (Lager, Dichtungen), den FĂŒll- und Entleerungsorganen (Lager, Dichtungen) sowie an den Antrieben.

Schwerpunkte 2013 in Heidelberg, NeckargemĂŒnd und Hirschhorn

Schleusenreparatur in Schwabenheim. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg

Weitere Schwerpunkte liegen 2013 neben Heidelberg, NeckargemĂŒnd und Hirschhorn an den Schleusen Guttenbach, Neckarzimmern, Kochendorf und Heilbronn.

Am Neckar zeigt sich als Vorteil, dass jeweils zwei Schleusenkammern pro Anlage zur VerfĂŒgung stehen. Somit kann fĂŒr die Zeit des Schleusenreparaturprogramms eine Kammer gesperrt werden, ohne dass die Schifffahrt zum Erliegen kommt. FĂŒr die Unterhaltung des WSA Heidelberg steht die Betriebssicherheit im Vordergrund. Deshalb wird bei lĂ€nger geplanten Sperrungen immer im Vorfeld die nicht zu sperrende Kammer trocken gelegt und inspiziert. Erst wenn hier keine MĂ€ngel entdeckt wurden bzw. erkannte SchĂ€den behoben wurden, wird die andere Kammer fĂŒr einen lĂ€ngeren Zeitraum außer Betrieb genommen.“

MdL Wolfgang Raufelder wĂŒnscht sich "Alternativen" in den Debatten

„Die Debatte um die neue AutobrĂŒcke ist ein Wahlkampfmanöver“

Rhein-Neckar/Ilvesheim/Mannheim, 28. September 2012. (red) Der Landtagsabgeordnete und Mannheimer Stadtrat Wolfgang Raufelder ist verkehrspolitischer Sprecher der GrĂŒnen-Fraktion im Landtag. Als Seckenheimer kennt er die Probleme der L597 und das Nadelöhr der BrĂŒcke nach Ilvesheim. Im Exklusiv-Interview Ă€ußert er sich zu HintergrĂŒnden was die aktuellen Verkehrsplanungen angeht – vor Ort, aber auch im Land. Und nicht nur zur Straße, sondern zu allen VerkehrstrĂ€gern. [Weiterlesen…]

Berufskorrespondet Schroeder

Zu viel Wasser – zu wenig flĂŒssig

Ilvesheim/Mannheim/Rhein-Neckar, 26. September 2012. (red) Berufskorrespondent Schroeder fĂŒrchtet sich nicht vor Demonstrationen. Als Berufsdemonstrant Schroeder ist er Stuttgart21-Veterane. FĂŒr uns packt Schroeder die ganz heißen Eisen an. Aktuell brennt in Ilvesheim und Seckenheim die Luft wegen einer NeckarbrĂŒcke und Schroeder hat sich vor Ort ein Bild der skandalösen VerhĂ€ltnisse gemacht: PlĂ€ne gibts, aber keine Kohle.

Mehr von Berufskorrespondent Schroeder gibts hier.

Sibirische Kaltwetterfront hat den Neckar im Eisgriff

Rien ne va plus – Schifffahrt auf dem unteren Neckar praktisch nicht mehr möglich

Einen wunderbaren Anblick bietet der gefrorene Neckar den Bewohnern Heidelbergs. Bild: WSV Heidelberg

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 13. Februar 2012. (red/pm) Der Schiffverkehr auf dem Neckar ist durch die Eisbildung zum Erliegen gekommen. Die Eisbrecher arbeiten unermĂŒdlich, frei gebrochene Fahrrinnen frieren aber binnen Stunden wieder zu. Wann die Schifffahrt wieder aufgenommen werden kann ist bislang unklar.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg:

„Aufgrund der weiterhin niedrigen Temperaturen und der damit verbundenen Eisbildung an den Schleusenanlagen zwischen Mannheim und dem Hafen Heilbronn ist nun die Schifffahrt auf dem unteren Neckar zum Erliegen gekommen. Am Abend des 10. Februar wurde gegen 21.30 Uhr der letzte sich noch in Fahrt befindliche Kohlefrachter an der letzten Schleuse vor dem Hafen Heilbronn geschleust.

„Die Schiffe, die derzeit keine Möglichkeit haben weiterzukommen, sei es nun zu Tal in Richtung Rhein oder zu Berg in Richtung Heilbronn, bleiben an den Schleusen entlang des Neckars verteilt liegen und warten nun auf die Wiederaufnahme des Schleusenbetriebes“ berichtet Marc Lerch, Leiter des SchifffahrtsbĂŒros im Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg. Lerch weiter:

Seit gestern Abend sind 10 weitere Frachtschiffe an der ersten Neckarschleuse in Mannheim-Feudenheim angekommen. FĂŒr sie ist nun auch erst einmal kein Weiterkommen möglich. Einige Schiffe fahren erst gar nicht in den Neckar rein, sondern warten am Rheinkai in Mannheim auf die Weiterfahrt, da sie so nicht ins bis zu 10 cm dicke Eis im unteren Vorhafen in Feudenheim fahren mĂŒssen.

Die EisbekĂ€mpfung geht unterdessen vor den Wehranlagen weiter. Am Abend des 10. Februar konnte der Eisbrecher „Brohl“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen mit einer Notschleusung die Eingangsschleuse in Feudenheim passieren.

Gegen 2.00 Uhr nachts kam er in Neckarsteinach an, wo am darauffolgenden Morgen Treibstoff fĂŒr seine Weiterfahrt gebunkert wurde. Zwischenzeitlich hat die „Brohl“ ihre Position vor dem Wehr in Rockenau bezogen, wo sie die Eisdecke bricht.

Aktuell ist es gelungen vor den Wehranlagen von Ladenburg bis Neckarsteinach offenes Wasser herzustellen. An den Wehren Hirschhorn und Rockenau stellt es sich schwieriger dar.

Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jörg Huber, erlĂ€utert die ergriffenen Maßnahmen zu EisbekĂ€mpfung:

Morgen frĂŒh werden die frei gebrochenen Bereiche zwar wieder zugefrohren sein, allerdings bleibt die Eisdicke gering, so dass das erneute Aufbrechen noch möglich ist. HĂ€tten wir bislang nicht jeden Tag das Eis vor unseren Wehren gebrochen, wĂ€ren mit Sicherheit aufgrund von Eisversatz Eisdicken bis zu 30 cm entstanden, die dann nicht mehr mit den uns zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln zu brechen sind

Huber weiter:

Wir hoffen auf wÀrmere Temperaturen nÀchste Woche, um schnellstmöglich wieder Normalbetrieb am untern Neckar zu haben. Wann die Schifffahrt wieder möglich sein wird, kann derzeit nicht abgeschÀtzt werden.

Bei so viel Eis ist selbst fĂŒr die Eisbrecher kein leichtes Durchkommen mehr.

Auch am Sonntag lÀuft die EisbekÀmpfung energisch weiter

„Es ist gar nicht so einfach den Überblick zu behalten“ sagt RĂŒdiger Englert, der stellvertretende Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Heidelberg. Englert weiter:

Um die EisbekĂ€mpfung wirksam zu koordinieren, mĂŒssen zwölf Staustufen und die zugehörigen Bauwerke und Streckenabschnitte im Blick gehalten werden. Dabei kann dann die Lage in den Schleusenkammern eine andere sein als in den VorhĂ€fen. Wieder anders sieht es dann manchmal an den Wehren aus und auch auf der freien Flusstrecke wechselt die Eislage mitunter. Und neben den WitterungsverhĂ€ltnissen sorgen die als Eisbrecher eingesetzten Fahrzeuge fĂŒr eine stetige VerĂ€nderung der Lage.

So kann man diese Lage am unteren Neckar zwischen Mannheim Feudenheim und Heilbronn zusammenfassen:

Auf der Strecke sind immer noch ein erheblicher Teil der Schleusenkammern wegen der Vereisung außer Betrieb. Gerade die Schleusen Feudenheim und Heilbronn – sozusagen die Tore in den Heidelberger Amtsbereich – mĂŒssen wegen kĂ€ltebedingter Störungen und zur Vermeidung weiterer massiver eisbedingter SchĂ€den geschlossen bleiben.

In den VorhÀfen und vor den Wehren lÀuft unterdessen der Eisbrechereinsatz stÀndig weiter. Durch den Eisaufbruch und die Eisabfuhr ins Unterwasser konnten die Wehrbereiche und die oberen VorhÀfen weitgehend eisfrei gehalten werden.

Auf den freien Strecken – gerade in den Odenwaldbereich hinein – sind die EisstĂ€rken auf großen und durchgehenden FlĂ€chen aber inzwischen so gewachsen, dass auch die schweren eisbrechenden Fahrzeuge teilweise an ihre Grenzen kommen.

Neben den Fahrzeugbesatzungen waren auch viele weitere Bedienstete des Amtes am Sonntag unterwegs, ob Bauhofspersonal zur Störungsbeseitigung oder Streckenarbeiter bei der Anlagensicherung. Auch der Leitungsbereich des Amtes und der Außenbezirke stehen zur Einsatzkoordinierung in stĂ€ndigem Kontakt.

Gleichzeitig warten rund 30 betroffene Schiffer im Neckar, sowie etwa 20 vor der Eingangsschleuse Feudenheim buchstĂ€blich auf besseres Wetter. Nach den vorliegenden Anmeldungen befinden sich wohl insgesamt 30 weitere GĂŒterschiffe in der AnnĂ€herung an den Neckar.

GefÀhrliche SpaziergÀnge auf dem Eis

Außer dem anstrengenden Eiseinsatz und der Behinderung der Schifffahrt bereitet den WSA-Vertetern das in den letzten Tagen zunehmende Betreten der EisflĂ€chen durch FußgĂ€nger große Sorge.

So warnt der Schleusenbedienstete in Feudenheim:

Wenn wir den Leuten auch auf der freien Strecke das Spazierengehen auf dem Eis nicht verbieten können, so ist davon doch stÀrkstens abzuraten. Gerade das Betreten der vorher einmal aufgebrochenen FlÀchen oder von Eisfeldern im Anlagenbereich ist lebensgefÀhrlich. Was oberflÀchlich stabil wirkt, kann noch nicht wieder ausreichend gefroren sein. Und auch die Strömungen unter den EisflÀchen können die Eisdecke so schwÀchen, dass Personen ohne Vorwarnung einbrechen.

Nach bisheriger EinschĂ€tzung dĂŒrfte die Eislage den Neckar noch am Wochenanfang beherrschen. Die Schifffahrt und das WSA hoffen aber auf den zur nĂ€chsten Wochenmitte gemeldeten Temperaturanstieg.“

KĂ€lte setzt der Schifffahrt zu

Eisbrecher auf dem Neckar halten Fahrrinne frei

Heidelberg/Rhein-Neckar, 09. Februar 2012. (red/PR-Video) Sechs Arbeitsboote des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg brechen zwischen Mannheim und Heilbronn Eis auf dem Neckar. Der Transportweg ist wichtig fĂŒr Kohlelieferungen an die Kraftwerke entlang des Flusses – die aktuelle Lage ist schwierig und könnte fĂŒr ernsthafte Probleme sorgen.

Amtsleiter Jörg Huber vom Wasser – und Schifffahrtsamt Heidelberg erklĂ€rt im PR-Video Interview die derzeitige aktuelle Situation auf dem Neckar.

„Es macht uns zu schaffen, dass durch die niedrigen Wassertemperaturen immer mehr Eis entsteht, so dass die Erfolge bei der EisbekĂ€mpfung hinter den Erwartungen liegen“.

FĂŒr heute wird weitere VerstĂ€rkung zum Eisbrechen am Neckar erwartet: Das Aufsichtsboot „Plittersdorf“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg und das Aufsichtsboot „Worms“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim.

„Wir haben heute den ganzen Tag mit sechs Wasserfahrzeugen Eis gebrochen“ berichtet Dipl.-Ing. Jochen Bode, Leiter des „Krisenstabes Eis“ beim Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg.

Neben dem Eisbrechen sind die BeschÀftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg dabei Anlagen vom Eis zu befreien, um die Funktionsweise sicherzustellen.

„Eine Prognose, wie lange die Schifffahrt auf dem unteren Neckar noch frei fahren kann, ist schwer zu treffen“, sagt Amtsleiter Jörg Huber.

„Schwachstellen sind die hydraulischen Schleusenantriebe, die bei niedrigen Temperaturen immer wieder ausfallen, so dass aus GrĂŒnden der Anlagentechnik der Schiffsbetrieb eingestellt werden muss. Entscheidend wird deshalb die weitere Entwicklung des Wetters sein. Wir hoffen auf wĂ€rmere Temperaturen.“