Donnerstag, 29. Oktober 2020

Aktuelle Interimsl├Âsung bis zum Neubau des Sperrtors f├╝r Ladenburg und Ilvesheim

Schutz vor Hochwasser bald wieder bei 100 Prozent

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Der B├╝rgermeister von Ilvesheim, Andreas Metz, im Gespr├Ąch mit dem Baudirektor J├Ârg Huber und G├╝nter Bl├Ą├č (Stadt Ladenburg).

 

Ilvesheim/Ladenburg, 25. Oktober 2013. (red/aw) Die Gemeinde Ilvesheim, die Stadt Ladenburg und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Heidelberg informierten heute ├╝ber den aktuellen Stand des Hochwasserschutzes in Ladenburg und Ilvesheim. Derzeit laufen die kurzfristig anberaumten Sanierungsma├čnahmen, um die Sicherheit der Bev├Âlkerung bis zum Neubau des Hochwassersperrtores zu garantieren. Bei einer Inspektion im April 2013 stellte das WSA fest, dass akuter Handlungsbedarf best├╝nde, da die Stahlkonstruktion der Korrosion schneller und st├Ąrker zum Opfer fiel als urspr├╝nglich erwartet. Auf den Neubau, der sp├Ątestens im Jahr 2017 fertig gestellt sein soll, kann nicht mehr gewartet werden. Dies verdeutlichte auch das Hochwasser im Mai diesen Jahres. Die Sanierungsarbeiten sollen im Mitte Dezember fertig sein, das Hochwassersperrtor dann wieder volle Sicherheit garantieren.┬á [Weiterlesen…]

Schwerpunkte in Heidelberg, Ladenburg, Neckargem├╝nd und Hirschhorn

Schleusen und Wehre am Neckar werden 2013 repariert

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer - Foto von Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg.

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 09. Januar 2013. (red/pm) F├╝nf Schleusen und sieben Wehre werden 2013 am Neckar repariert. Die Planungen f├╝r die Unterhaltung der┬áWasserstra├če Neckar sind abgeschlossen, die Kosten┬áwerden auf rund vier Millionen Euro kalkuliert. Die┬á┬á├Âffentlichen Ausschreibungen werden vorbereitet.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg:

„Der Chefplaner des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jochen Bode, spricht von einem ambitionierten Programm f├╝r das Jahr 2013.┬áAn insgesamt 5 Wehren und 7 Schleusenkammern haben wir dieses Jahr Unterhaltungsma├čnahmen geplant. Derzeit sind die Ingenieure dabei, die Ausschreibung f├╝r die Wehrinstandsetzungsma├čnahmen zu erstellen und die Beschaffungen f├╝r die Schleusen vorzubereiten. Wir kalkulieren die Kosten auf rund 4 Millionen. Euro.

Stauanlagen sind Grundlage f├╝r Schifffahrt und Energiegewinnung

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg hat am unteren Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn 12 gro├če Stauanlagen mit insgesamt 25 gro├čen Schleusenkammern und 40 Wehrverschl├╝ssen zu unterhalten. Die Stauanlagen sind die Grundvoraussetzung f├╝r die Schifffahrt und Energiegewinnung durch Wasserkraftnutzung.

Die Anlagen haben ein Alter von rund 80 Jahren

erl├Ąutert Bode. ÔÇ×Dies ist zugleich auch unsere gro├če Herausforderung. Durch unsere Unterhaltungsprogramme ist es jedoch gelungen, dass am unteren Neckar bislang auf Grund von Anlagenversagen noch keine l├Ąngerfristige Schifffahrtssperre eingetreten ist. Dies h├Ątte mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die Attraktivit├Ąt der Wasserstra├če gehabt.ÔÇť

Ein Schwerpunkt 2013 liegt auf Wehranlage in Ladenburg

Schwerpunkte 2013 liegen an den Wehranlagen in Ladenburg und Heilbronn, wo jeweils ein Wehrverschlussk├Ârper einer Stahlbauinstandsetzung unterzogen wird.┬áIm Rahmen des systematischen Wehrreparaturprogramms des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg wird jeder Wehrverschluss alle 15 bis 20┬áJahre von Grund auf instandgesetzt. ÔÇ×Durch die Praxis best├Ątigt sich dieser┬áTurnusÔÇť erl├Ąutert Projektingenieur Siamak Akhvanpour:

Nach einem 20 j├Ąhrigen Betrieb m├╝ssen bei einer Wehrwalze mit einem Gewicht von 100 Tonnen rund 10 Tonnen an tragendem Stahl ausgebaut und erneuert werden. Die Ma├čnahmen werden als Bauleistung ├Âffentlich ausgeschrieben und vergeben. Dazu kommen noch kleinere Ma├čnahmen an den Wehren in Wieblingen und Neckargem├╝nd.

Jochen Bode erl├Ąutert zum Schleusenreparaturprogramm:

Das Schleusenreparaturprogramm wird seit den 1970er Jahren j├Ąhrlich auf Grundlage der gemeldeten Bauwerksm├Ąngel bei Bauwerkspr├╝fung, Bauwerks├╝berwachung und Bauwerksbesichtigung erstellt. Dabei geht es neben der Beseitigung von Sch├Ąden an den Torkonstruktionen um den Austausch von Verschlei├čteilen an den Schleusentoren (Lager, Dichtungen), den F├╝ll- und Entleerungsorganen (Lager, Dichtungen) sowie an den Antrieben.

Schwerpunkte 2013 in Heidelberg, Neckargemünd und Hirschhorn

Schleusenreparatur in Schwabenheim. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg

Weitere Schwerpunkte liegen 2013 neben Heidelberg, Neckargem├╝nd und Hirschhorn an den Schleusen Guttenbach, Neckarzimmern, Kochendorf und Heilbronn.

Am Neckar zeigt sich als Vorteil, dass jeweils zwei Schleusenkammern pro Anlage zur Verf├╝gung stehen. Somit kann f├╝r die Zeit des Schleusenreparaturprogramms eine Kammer gesperrt werden, ohne dass die Schifffahrt zum Erliegen kommt. F├╝r die Unterhaltung des WSA Heidelberg steht die Betriebssicherheit im Vordergrund. Deshalb wird bei l├Ąnger geplanten Sperrungen immer im Vorfeld die nicht zu sperrende Kammer trocken gelegt und inspiziert. Erst wenn hier keine M├Ąngel entdeckt wurden bzw. erkannte Sch├Ąden behoben wurden, wird die andere Kammer f├╝r einen l├Ąngeren Zeitraum au├čer Betrieb genommen.“